MLOps · Workshop für Produktionsreife

MLOps-Schulung: vom Notebook zum kontrollierten Modell-Release

Das Modell ist der kleinste Teil des Systems. Die meisten Ausfälle in produktiven ML-Anwendungen kommen aus Daten, Verkabelung und Prozess, nicht aus dem Modell. Dieser Workshop baut das Drumherum: reproduzierbare Läufe, versionierte Modelle, Freigaben mit Kriterien, Rollback und Überwachung. Danach ist ein Modellwechsel ein Deployment und kein Ereignis.

Über den Workshop

Reifegrad bestimmen, dann die nächste Stufe bauen

Der Workshop beginnt mit einer Einordnung: Wo steht Ihr Team zwischen manuellem Training, automatisierten Trainingsstrecken und durchgehender Auslieferung? Von dort aus wird die jeweils nächste Stufe gebaut, mit Ihren Modellen und auf Ihrer Infrastruktur. Die Zielarchitektur aus dem Lehrbuch dient dabei als Orientierung, nicht als Vorgabe.

Er richtet sich an Data-Science-, ML- und Plattformteams, deren Modelle den Weg aus dem Notebook in den Betrieb finden sollen. Typische Auslöser sind ein Modell, das seit Monaten nicht in den Betrieb kommt, ein Ergebnis, das sich nicht mehr reproduzieren lässt, ein Modellwechsel, den niemand freigeben will, oder wachsende Nachweispflichten. Vorausgesetzt werden Python-Sicherheit im Team und Zugriff auf die eigene Infrastruktur.

Was der Workshop nicht leistet: Er trainiert keine neuen Modelle und optimiert keine Genauigkeit, sondern bringt vorhandene Modelle in einen kontrollierten Betrieb. Ob Ihre Datenplattform den geplanten Anwendungsfall überhaupt trägt, klärt vorab das Readiness Assessment. Den Betrieb generativer Anwendungen mit Spuren, Evals und Leitplanken behandelt der LLMOps-Workshop: Die Freigabelogik ist verwandt, die Werkzeuge sind es nicht.

Schulungsziel

Was Ihr Team danach kann

  • Läufe vergleichbar und wiederholbar machen. Tracking macht Läufe vergleichbar, Datenversionierung macht den Weg zum Lauf wiederherstellbar. Das sind zwei verschiedene Dinge, und meist fehlt das zweite.
  • Modelle versioniert freigeben. Registry, Modellstände, Freigabestufen und eine Freigabe, die aus einem Objekt besteht: Kennzahl, Modellkarte, Artefaktsignatur, Datenvertragsstand, Risikoeinstufung, gemeinsam geprüft.
  • Training und Auslieferung trennen. Was gehört in die Pipeline, was in die Auslieferung, und warum das Modellartefakt eine Schnittstelle mit Vertrag ist.
  • Verzerrung zwischen Training und Betrieb erkennen. Der stille Killer produktiver Modelle. Punktgenaue Korrektheit der Trainingsdaten ist Pflicht, auch ohne Feature Store.
  • Ausrollen wie Code. Stufenweise Ausrollung mit Kennzahl-Gates und automatischem Rückfall. Eine Modelländerung ist ein Deployment.
  • Drift früh sehen. Überwachung ab dem ersten Tag, einschließlich Leistungsabschätzung ohne Labels für die Zeit, bis die echten Labels eintreffen.
Inhalt

Was wir gemeinsam durchgehen

  • Reifegrad-Einordnung. Standortbestimmung entlang einer Stufenleiter, anhand benannter Kriterien.
  • Tracking und Registry. Experimente, Metriken, Artefakte, Modellstände, praktisch eingerichtet.
  • Datenversionierung und Pipelines. Reproduzierbarer Weg vom Rohdatum zum trainierten Modell, mit Prüfschritten in der Continuous Integration.
  • Datenverträge und Herkunft. Schemazusagen, brechende Änderungen, Nachvollziehbarkeit. Ein Feature Store ist optional, Verträge sind es nicht.
  • Auslieferung. Container, Dienst, Skalierung, Lastprofile, Latenzbudget.
  • Freigabe und Governance. Modellkarten, Signatur und Herkunft von Artefakten, Risikoeinstufung, Nachweispflichten. Governance-Dokumente sind lebende Artefakte, keine einmalige Fleißarbeit.
  • Überwachung. Datendrift, Konzeptdrift, Kosten, Alarmierung mit vertretbarer Fehlalarmquote.
Formate & Termine

Drei Zuschnitte

Reifegrad-Workshop
Umfang & Format1 Tag, online oder Präsenz
ZielgruppeData-Science- und Plattformverantwortliche
Preisauf Anfrage
Nächste Terminenach Absprache
Das nehmen Sie mitEinordnung der aktuellen Stufe, priorisierte Lückenliste, Empfehlung für den nächsten Ausbauschritt
Begleitung in der Umsetzung
Umfang & Formatfortlaufend
ZielgruppeTeams beim Aufbau der nächsten Reifestufe
Preisauf Anfrage
Nächste Terminenach Absprache
Das nehmen Sie mitReview der Pipelines und Gates, Unterstützung beim ersten kontrollierten Rollout

Alle Formate: Deutsch & Englisch.

Alle Preise verstehen sich netto zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB.

Ihr Dozent und Berater

Aus Projekten, in denen Modelle laufen mussten

Dr.-Ing. Grigory Devadze. Ich schule MLOps aus Projekten, in denen Modelle über Jahre in Betrieb waren, nicht aus einer Referenzarchitektur.

  • Betriebspraxis über den Stack. Datenpipelines, Modellbetrieb, Auslieferung und Überwachung, sowohl in der Cloud als auch auf eigener Infrastruktur.
  • Prognosemodelle im Feld. Mehrjährige Messkampagnen mit Sensorausfällen, Drift und wechselnder Hardware. Genau dort zeigt sich, was Reproduzierbarkeit wirklich bedeutet.
  • Herstellerneutral. Werkzeuge werden nach Ihrem Stack und Ihren Betriebsanforderungen ausgewählt, nicht nach Partnerschaft.

Schulungen & Projekte u. a. für Siemens AG und SRH Hochschule Berlin. Die Feldpraxis stammt aus mehrjährigen Forschungsvorhaben: Research-Case Predictive Analytics.

→ Profil und Referenzen ansehen
Dr.-Ing. Grigory Devadze
FAQ

Häufige Fragen

Brauchen wir eine bestimmte Plattform?

Nein. Der Workshop arbeitet mit dem, was bei Ihnen läuft. Die Prinzipien sind plattformunabhängig, die Umsetzung wird an Ihren Stack angepasst.

Brauchen wir einen Feature Store?

Meist nicht. Solange es kein zweites Modellteam gibt, ist ein Feature Store Aufwand ohne Gegenwert. Was Sie in jedem Fall brauchen, sind Datenverträge und punktgenaue Korrektheit der Trainingsdaten.

Wir haben nur ein Modell in Produktion. Lohnt sich das?

Ja, besonders dann. Das erste Modell legt die Muster fest, nach denen alle weiteren betrieben werden. Nachträglich Ordnung einzuziehen ist teurer.

Deckt das auch die Nachweispflichten ab?

Der Workshop behandelt Modellkarten, Artefaktherkunft, Risikoeinstufung und die Frage, wie Nachweise an die Modellversion gebunden werden. Er ersetzt keine Rechtsberatung und keine Konformitätsbewertung.

Wie hängt das mit dem LLMOps-Workshop zusammen?

Freigabe- und Überwachungslogik sind verwandt, die Werkzeuge und Fehlermodi unterscheiden sich. Wer beides betreibt, sollte beides trennen. Den generativen Teil behandelt der LLMOps-Workshop.

Anfrage

Modelle aus dem Notebook in den kontrollierten Betrieb?

Kurzes Vorgespräch zu Stack, Reifegrad und Zielbild, danach ein konkretes Angebot mit Workshop-Agenda.

oderE-Mail schreiben