FMEA & KI · Workshop für Qualität und Instandhaltung

FMEA-KI-Workshop: Failure Modes mit Sensordaten verbinden

Ihre FMEA weiß, was ausfallen kann. Ihre Sensordaten wissen, was gerade passiert. In den meisten Betrieben reden diese beiden Quellen nicht miteinander. Der Workshop führt das dokumentierte Expertenwissen und die Betriebsdaten zusammen und macht aus Risikoprioritäten messbare Frühwarnsignale. Am Ende steht kein Modell, sondern eine belastbare Aussage darüber, welche Ausfallarten sich datengetrieben überhaupt früh erkennen lassen.

Über den Workshop

Expertenwissen trifft Betriebsdaten

Der Workshop ist als Discovery angelegt: Er verbindet das Expertenwissen aus Ihrer FMEA mit den Betriebsdaten, die im Prozess ohnehin anfallen, und liefert am Ende Entscheidungsgrundlagen für ein Früherkennungsprojekt. Ein Prototyp, den danach niemand betreiben kann, ist bewusst nicht das Ziel.

Er richtet sich an Qualitäts-, FMEA-, Instandhaltungs- und Reliability-Teams in produzierenden Unternehmen und trägt am meisten, wenn gepflegte FMEAs und Prozess- oder Zustandsdaten vorliegen. Beides muss nicht vollständig sein, lückenhafte Daten sind ein normaler Ausgangspunkt. KI-Vorerfahrung ist nicht nötig. Nötig sind der Zugang zu den Fachexperten, die die FMEA pflegen, und ein realistisches Bild der Datenlage.

Schulungsziel

Was Ihr Team danach kann

  • Ausfallarten auf Signale abbilden. Sie wissen, welche Ausfallart aus Ihrer FMEA sich in welcher Messgröße zeigt, mit welchem Vorlauf, und welche prinzipiell unbeobachtbar bleibt. Diese letzte Gruppe ist die wichtigste.
  • Die Datenlage beurteilen. Sie können einschätzen, ob Abtastrate, Historienlänge, Betriebspunktabdeckung und Datenqualität für Früherkennung reichen, bevor über Modelle gesprochen wird.
  • Eine Messlatte haben. Eine erste Anomalie-Baseline auf Ihren oder auf synthetischen Daten dient als Startpunkt und Vergleichsmaßstab für alles, was danach kommt. Keine fertige Lösung, aber ein belastbarer Referenzstand.
  • Den nächsten Schritt planen können. Ein prüfbarer Experimentplan legt fest, welcher Detektionsansatz für welche Ausfallart getestet wird, mit Abbruchkriterien und Validierung durch Ihre Fachexperten.
  • Die Grenzen kennen. KI ergänzt die FMEA, sie ersetzt sie nicht. Freigaben, Risikobewertung und Ursachenanalyse bleiben bei Ihren Fachexperten. Der datengetriebene Teil liefert Evidenz wie Auffälligkeiten, Trends und Frühindikatoren, aber keine Ursachen, keine Risikoprioritätszahl und keine Normerfüllung. Ihr FMEA-Wissen priorisiert, welche Ausfallarten Überwachung verdienen, statt Sensorik nach Verfügbarkeit zu modellieren.
Inhalt

Was wir gemeinsam durchgehen

  • FMEA lesen wie ein Datenmodell. Ausfallart, Ursache, Folge und Entdeckungsmaßnahme auf beobachtbare Größen abbilden. Genau hier entscheidet sich, ob ein Projekt später etwas findet.
  • Signalseite prüfen. Vorhandene Messgrößen, Abtastung, Speicherdauer, Betriebsdaten, Instandhaltungsmeldungen. Datenqualität vor Modellwahl.
  • Baseline rechnen. Einfache Verfahren zuerst: Grenzwerte, Residuen, statistische Prozesskontrolle. Erst danach die Frage, ob ein gelerntes Modell mehr bringt.
  • Fehlalarme budgetieren. Ein Detektor ohne definierte Fehlalarmquote wird im Betrieb abgeschaltet. Der Schwellwert ist eine betriebliche Entscheidung, keine technische.
  • Experimentplan schreiben. Was wird gemessen, woran scheitert der Versuch, wer bewertet das Ergebnis.
Formate & Termine

Drei Zuschnitte

Kompakt-Workshop
Umfang & Format1 Tag, Präsenz oder online
ZielgruppeTeams mit gepflegter FMEA, erste Orientierung
Preisauf Anfrage
Nächste Terminenach Absprache
Das nehmen Sie mitMatrix für einen ausgewählten Anlagentyp, Datencheck, Empfehlung für das weitere Vorgehen
Begleitung im Folgeprojekt
Umfang & Formatfortlaufend
ZielgruppeTeams, die den Experimentplan umsetzen
Preisauf Anfrage
Nächste Terminenach Absprache
Das nehmen Sie mitReview der Zwischenergebnisse, Nachschärfen der Schwellwerte, Übergabe in den Betrieb

Alle Formate: Deutsch & Englisch.

Alle Preise verstehen sich netto zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB.

Ihr Dozent und Berater

Aus der Prognosepraxis, nicht aus der Methodensammlung

Dr.-Ing. Grigory Devadze. Ich arbeite seit Jahren an Prognosen aus Sensordaten, in Forschungsvorhaben und in Industrieprojekten.

  • Zeitreihen und Anomalieerkennung als Arbeitsschwerpunkt. Mehrjährige Messkampagnen, multivariate Zeitreihenklassifikation, Prognosen unter Feldbedingungen mit Ausfällen und Drift.
  • Ergebnisse werden reproduziert. Aussagen im Workshop entstehen auf synthetischen oder freigegebenen Daten, nachvollziehbar und wiederholbar.
  • Keine Wunderversprechen. Wenn die Datenlage nicht trägt, steht das im Ergebnisdokument.

Schulungen & Projekte u. a. für Siemens AG und SRH Hochschule Berlin. Die Prognose-Methodik ist in mehrjährigen Forschungsvorhaben entstanden: Research-Case Predictive Analytics.

→ Profil und Referenzen ansehen
Dr.-Ing. Grigory Devadze
FAQ

Häufige Fragen

Brauchen wir schon KI-Erfahrung?

Nein. Nötig sind eine gepflegte FMEA, Zugang zu den Fachexperten und ein Bild der Datenlage. Alles Weitere entsteht im Workshop.

Was, wenn unsere Daten nicht reichen?

Dann sagt der Datencheck genau das, mit konkreten Hinweisen, was zusätzlich zu erfassen wäre und in welcher Auflösung. Auch das ist ein Ergebnis: es verhindert ein Projekt, das nichts finden kann.

Ersetzt das unsere Predictive-Maintenance-Initiative?

Nein, es fokussiert sie. Statt zu modellieren, wofür zufällig Sensorik vorhanden ist, priorisiert Ihr FMEA-Wissen, welche Ausfallarten Überwachung verdienen.

Arbeiten wir mit echten Anlagendaten?

Wenn Ihre Freigabe das erlaubt, ja. Andernfalls mit synthetischen Daten, die dieselben Effekte enthalten. Die Methodik ändert sich dadurch nicht.

Bekommen wir am Ende ein laufendes Modell?

Nein, und das ist Absicht. Sie bekommen die Entscheidungsgrundlage, ob und wie ein Modell gebaut werden sollte. Ein im Workshop zusammengestecktes Modell würde den Betrieb nicht überleben.

Anfrage

FMEA und Betriebsdaten zusammenbringen?

Kurzes Vorgespräch zu FMEA-Stand, Datenlage und Zielanlagen, danach ein konkretes Angebot mit Workshop-Agenda.

oderE-Mail schreiben